Mosaik Verlegeanleitung

Verlegeanleitung für Mosaik Fliesen

Verlegeanleitung für Mosaikfliesen, Mosaik mit vorderseitiger Papierverklebung, Verlegeempfehlung von PCI mit Beispielprodukten der Bauchemie

1. Was ist der Unterschied von vorderseitig geklebten Mosaikfliesen, bei uns Glasmosaik und rückseitig netzverklebten Mosaik Fliesen?

Zum Ersten natürlich das Trägermaterial. 
Für vorderseitg geklebte Mosaikfliesen wird Kraftpapier in braun oder weiß oder transparente Folie verwendet wie bei den Serien im Glasmosaik  und auch bei unseren Glasmosaik Farbverläufen . Alle anderen Serien bieten wir die Mosaikfleisen mit rückseitigem, alkalibeständigen Netz an.

 

Zum Zweiten die Verwendung.
Die Einsatzmöglichkeiten der Mosaike finden Sie in der detaillierten Artikelbeschreibung, ob sie auch für den Einsatz auf Wand und Boden geeignet sind. Bei Glasmosaik mit 4 mm Stärke empfehlen wir auf dem Boden nur für Bereiche, die keinen starken mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Sie können mit diesem Glasmosaik und Crystal Mosaik also Bäder, Wände in Innenräumen, Ihre Bar oder einen Laden- und Eingangsbereich kreativ gestalten.
Für Fassaden, Wellnessanlagen und Schwimmingpool gibt es aber eine Einschränkung:  Für diese Dauernaßbereiche bzw. Außenanlagen sollten auf Grund der besseren Haftung nur
 kopfgeklebte, vorderseitig geklebte Glasmosaikfliesen verwendet werden.
Bei Einsatz von 
Glasmosaik im Schwimmbad (Treppenbereich), auf Böden im gewerblichen bzw. öffentlichen Bereich z.B. in Kneippbecken / Brunnen und Saunen wird eine Rutschhemmungsklasse "C" gefordert. Dieses GRIPP können wir ausschließlich bei der Serie Elements auf Anfrage anbieten. 

Zum Dritten die Verarbeitung.
Viele Fliesenleger sind zurückhaltend bei vordersitig kaschieren Mosaikfliesen, weil Sie die Oberfläche des vorderseitigem Glasmosaik nicht sehen (jedenfalls nicht bei Papier) und somit auch nicht ihre Arbeit beim gleichmäßigen parallelen Auftragen des Fliesenklebers. Andere wiederum schwören auf dieses Glasmosaik, denn es hat eine höhere Haftung zum Untergrund, da es komplett in den Fliesenkleber eingelegt wird. 
Bei Verwendung einer der Mosaikstärke entsprechenden Zahnkelle quillt der Fliesenkleber in die Fugen, aber nicht darüber hinaus. Ein nachträgliches "Rauskratzen" aus den Fugen entfällt, wenn die Zahnung um mind. 1 mm kleiner ist als die Glasmosaikstärke. Bei 4 mm Glasmosaik bedeutet dies eine Zahnung von 3 mm, bei 8 mm Crystal Mosaik dann 4 bis 6 mm.
Bei foliengeklebtem Glasmosaik, so übergeben wir auch die Farbmuster bei diesen Serien, ist es entscheidend, daß der Fliesenkleber eine lange Trocknungszeit besitzt. Die Folie kann erst entfernt werden, wenn er komplett durchgetrocknet ist. Bei vorderseitig papiergeklebten Glasmosaikfliesen kann das Papier schon ca. 1 Stunde nach der Fliesenverlegung mit Wassersprüher oder Schwamm eingeweicht werden, je nach Herstellerangaben der Bauchemie. Dabei idealerweise einen kleinen Tropfen Spülmittel ins Wasser geben. Das Papier wird anschließend diagonal von der Mosaikfliese abgezogen und der wasserlösliche Kleber von den Mosaiksteinen entfernt. Anschließend können die Fugen noch leicht korrigiert oder defekte Steine ausgetauscht werden.

Mosaikfliesen mit rückseitigem Netz sind somit leichter zu verlegen, sind aber schwieriger korrigierbar, sollte sich das Netz verzogen haben und in den empfohlenen Anwendungsberteichen eingeschränkt. Bei Rundungen nach Außen wie an Säulen springen zum Beispiel die senkrechten Fugen auf, bei Rundungen nach innen schließen sie sich zusammen. Dies ist bei vorderseitigen Mosaikfliesen nicht der Fall. 

Aber für alle Arten gilt: Erst den Fliesenkleber komplett trocknen lassen, dann darf verfugt werden! Dies verhindert Hohlräume und damit Schimmelbildung.

Für jedes Mosaik gilt:
Bis zur Verarbeitung muß das Mosaik sofort nach Lieferung waagerecht transportiert und gelagert werden!

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2. Verlegeanleitung für Glasmosaik mit vorderseitiger Papierverklebung

 

Eine allgemeine Verlegeanleitung für Glasmosaik mit vorderseitiger Papierverklebung per .pdf erhalten Sie bei Druck auf diesen Link.

 

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3. Verlegeempfehlung von PCI Augsburg GmbH

 

1. Untergrundvorbehandlung

1.1 Grundierung

a) Saugfähige Untergründe:

saugfähige Untergründe wie angeschliffene anhy-dritestriche, Zementestriche, Gipsputze, Zementputze und Gipskartonplatten werden mit der Haft- und schutzgrundierung PCI Gisogrund grundiert. Bei gipshaltigen Untergründen wird PCI Gisogrund unverdünnt verarbeitet, bei zementären Untergründen 1 : 1 mit Wasser verdünnt.

b) Nicht saugende Untergründe:

nicht saugende Untergründe wie Gussasphaltestriche, vorhandene festhaftende Naturwerkstein- bzw. Fliesenbeläge oder festhaftende, angeschliffene PVC-Beläge werden mit der unverdünnten Spezialhaftgrundierung PCI Gisogrund 303 grundiert.

1.2 Ausgleichsschicht zur Herstellung der ausreichenden Oberflächenebenheit.

Für die funktionsfähige Verlegung von Mosaiken dürfte die für Untergründe zulässigen Ebenheitstolleranzen nach DIN 18202 oft nicht ausreichend sein. Deshalb ist es erforderlich, die Wände sowie die Böden entsprechend abzuspachteln bzw. auszugleichen, um einen für die Verlegung ausreichenden sehr ebenen Untergrund zu erreichen.

a) Wandbeläge:

Zur Herstellung ausreichend ebener Wandflächen den kunststoffvergüteten hydraulischen Ausgleichsmörtel PCI Pericret für Schichtdicken von 3 – 20 mm verwenden.

b) Bodenflächen:

Zur Erstellung ebener Verlegeuntergründe auf Zement-, Anhydritfließ- und Gipsestrichen wird der Bodenausgleich PCI Periplan in Schichtdicken von 2 – 30 mm eingesetzt; auf Gussasphaltestrichen in Schichtdicken von 2 – 10 mm.

1.3 Abdichtung

Wenn mit Einwirkung von Feuchtigkeit gerechnet werden muss ist es erforderlich, dass vor der Verlegung von Mosaiken eine geeignete Verbundabdichtung aufgebracht wird. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Feuchtigkeits-Beanspruchungsklassen werden folgende Verbundabdichtungen eingesetzt:

• Beanspruchungsklasse A0

Flächen mit niedriger Beanspruchung durch nicht drückendes Wasser im Innenbereich, z. B. häusliche Bäder und Badezimmer von Hotels: Hier werden entweder die wasserdichte und flexible Schutzschicht PCI Lastogum oder die flexiblen Dichtschlämmen PCI Seccoral 1K bzw. PCI Seccoral 2K, kunststoffvergütete und rissüberbrückende Dichtschlämmen, verwendet.

• Beanspruchungsklasse A

Flächen mit hoher Beanspruchung durch nicht drückendes Wasser im Innenbereich, z. B. Umgänge von Schwimmbecken und Duschanlagen:

Hier wird im Wandbereich PCI Lastogum verwendet, sowohl an Wand und Boden werden PCI Seccoral 1K und PCI Seccoral 2K eingesetzt.

• Beanspruchungsklasse B0

niedrige Beanspruchung durch nicht drückendes Wasser im Außenbereich, z. B. auf Balkonen und Terrassen:

Hier werden die Flächen mit den kunststoffvergüteten und hydraulisch abbindenden Dichtschlämmen PCI Seccoral 1 K und PCI Seccoral 2 K abgedichtet.

 

2. Verlegung/Verfugung des Mosaikes

2.1 Glasmosaik (auch in Verbindung mit Glasmosaik- und Edelstahl-Einlagen)

2.1.1 Verlegung

a) alkalibeständiges, nicht durchscheinendes Glasmosaik wird im Innenbereich (A0) mit PCI Nanolight verlegt. Bei Beanspruchungsklasse A im Innenbereich wird PCI Nanolight in Verbindung mit PCI Lastoflex verwendet.

b)  alkalibeständiges, durchscheinendes Glasmosaik wird im Innenbereich (A0) mit PCI Nanolight white verlegt. Bei Beanspruchungsklasse A im Innenbereich wird PCI Nanolight white in Verbindung mit PCI Lastoflex verwendet.

c) Bei alkaliunbeständigem Mosaik erfolgt die Verlegung mit PCI Durapox NT / PCI Durapox NT plus.

Alle Mosaike sind unbehandelt.

2.1.2 Verfugung

Für die Verfugung werden in Abhängigkeit der erwarteten Belastung entweder die kunststoffvergüteten hydraulisch abbindenen Fugenmörtel PCI Nanofug oder PCI Rapidfug bzw. der Reaktionsharzfugenmörtel PCI Durapox NT / PCI Durapox NT plus verwendet.

 

2.2 Natursteinmosaik (auch in Verbindung mit Glasmosaik-Einlagen)

2.2.1 Verlegung

Das Natursteinmosaik wird im Innenbereich (A0) mit PCI Carralight verlegt. Im Innenbereich bei Beanspruchungsklasse A muss PCI Carralight in Verbindung mit PCI Lastoflex verwendet werden.

2.2.2 Verfugung

Für die Verfugung werden der Spezial-Fugenmörtel PCI Carrafug oder der kunststoffvergütete hydraulisch abbindene Fugenmörtel PCI Rapidfug eingesetzt.

 

2.3 Aluminium-Mosaik

2.3.1 Verlegung/Verfugung

Für die Verlegung und auch Verfugung des Aluminium-Mosaikes werden der Epoxidharz-Mörtel PCI Durapox NT plus oder das Epoxidharz-Bindemittel PCI Durapox NT verwendet.

Bei der Verfugung mit einer Hartgummi-Fugscheibe ist unter Umständen zu berücksichtigen, dass der Fugenmörtel in die Hohlräume der Aluminium-Plättchen hineinläuft und somit ein Nachverfugen erforderlich ist, um eine gefüllte Fugenkammer zu erhalten.

 

2.4 Echtholz-Mosaik

2.4.1 Verlegung

Zur Verlegung von Holzmosaiken wird PCI Colliflex Parkett empfohlen.

2.4.2 Verfugung

Für Holz-Mosaike ist keine Verfugung vorgesehen. Sollten im Mosaikdesign Fugen vorhanden sein, können diese mit Reaktionsharzfugenmörtel PCI Durapox NT / PCI Durapox NT plus gefüllt werden.

 

Für die Verwendung der aufgeführten PCI Produkte sind die Angaben in den jeweiligen technischen Merkblättern zu beachten. Diese sind im Internet unter www.PCI-Augsburg.eu verfügbar.